Olsberger Sekundarschule gewinnt Wettbewerb

18. 11. 2021

Olsberger Sekundarschule

gewinnt Wettbewerb

 

 

 

Schülergruppe erstellt einen Biparcours zum Thema „Jüdische Spuren in Olsberg“

 

Eine Gruppe junger Menschen läuft durch die Stadt und schaut dabei konzentriert auf den Boden. Doch hat niemand von ihnen etwas verloren. Die Gruppe sucht auf dem Boden der Olsberger Straßen goldene Steine. Es handelt sich um Stolpersteine der ermordeten Juden.

Katharina, Naomi, Markus, Louis, Etienne und Nils sind mit ihrer Lehrerin Alexandra Kosjuberda  unterwegs, um nach Spuren jüdischen Lebens zu suchen. In aufwendiger Recherchearbeit bereiteten sich die SchülerInnen der Sekundarschule Olsberg-Bestwig auf den Schulwettbewerb „1700 Jahre jüdisches Leben- damals und heute“ vor. Einen großen Teil der Recherchen leisteten die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 9 in ihrer Freizeit, indem sie unter anderem mit dem Heimatbund Olsberg e. V. zusammen arbeiteten. In sechswöchiger Fleißarbeit fanden sie heraus, dass es kein jüdisches Leben mehr in Olsberg gibt. Die Gedenktafel der alten jüdischen Schule und die Stolpersteine sind das einzige Erbe des jüdischen Lebens, welches bis heute erhalten ist. Aus diesem Grund erstellten sie einen Biparcours, eine interaktive Schnitzeljagd, auf die man sich mit einem Smartphone gerüstet, begibt. Diesen reichten Sie beim Wettbewerb ein. Hat man den QR-Code gescannt, durchläuft man in ca. 50 Minuten verschiedene Stationen des Gedenkens, welche über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind.

Das Ergebnis belohnte die Bezirksregierung Arnsberg mit dem ersten Platz in der Kategorie Jahrgangsstufe 7-10 der Gesamtschulen, Sekundarschulen & Realschulen.

“Wir wussten zwar, dass während des zweiten Weltkrieges viele jüdische Menschen umgebracht wurden, aber wir hätten nicht gedacht, dass es kein jüdisches Leben mehr in Olsberg gibt“ berichtet Markus. Louis ergänzt : „Ich fand es total cool, dass wir endlich wieder nach dem Corona Lockdown in der Gruppe zusammen arbeiten durften“. „Es war besonders beeindruckend, wie die SchülerInnen während des Projekts die neuen Informationen aus ihrer direkten Nachbarschaft umgesetzt haben“, so Lehrerin Alexandra Kosjuberda. Sonderpädagoge Tim Soltek unterstützte die Gruppe bei der Erstellung eines Chroma-Key Videos. „In einer Zeit rechtsterroristischer Anschläge ist es besonders wichtig, dass sich junge Menschen mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzen.“ erklärt er. Schulleiter Michael Aufmkolk freut sich über den Gewinn: „Ich bin stolz auf die SchülerInnen und meine beiden KollegInnen, dass Sie mit ihrem Engagement gegen Antisemitismus sogar den ersten Platz gewonnen haben“, so Schulleiter Michael Aufmkolk. „Besonders für uns als Schule mit dem Titel „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ ist dies ein entscheidender Baustein in unserem Einsatz für Toleranz im Schulalltag“.

 

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